Lesestoff für die Feiertage

Beim Weihnachtstreff der WOBLUG kam das Gespräch auf auf Bücher und Lesestoff.
Da hatte ich auf die schnelle 3 Bücher, die ich empfehlen konnte. Falls daran weiteres Interesse besteht, habe ich diese 3 Bücher auch hier eben aufgeführt.

Anmerkung: Die links die ich zu allen 3 Büchern eingefügt habe führen alle zu einer sympatischen regionalen Buchhandlung.

Lediglich das Shimomura Buch habe ich bei Amazon verlinkt, da sie die einzigen waren, die es angeboten haben. Für keinen der Links bekomme ich irgendwelches Geld oder ähnliches.

  1. Factfulness von Hans Rosling
    Hans Rosling war Statistiker und ist leider viel zu früh verstorben. In seinem
    Leben ging es viel um Zahlen und den Zustand der Welt. Factfulness ist eines
    der besten Statements für ein mehr auf Fakten und Daten bezogenes Bild der Welt,
    das ich je gelesen habe.
    Bei vielen Einschätzungen verlassen wir uns auch das Bauchgefühl oder das Bild der
    Welt in der wir aufgewachsen sind. Denn vieles von den Sicherheiten die wir mal
    hatten, welcher Länder arm, welche reich und welche noch stark unterentwickelt sind
    haben sich verändert. Länder haben sich entwickelt, der Wohlstand ist angewachsen.
    Factfulness ist wahrscheinlich eines der Bücher die mich am meisten beeindruckt haben.
  2. Wie man einen Toaster überlistet von Cory Doctorow
    Die smarte neue Welt der digitalen Assistenten und Helfer.
    Hilfreich und Fancy unterstützen sie den Alltag und erarbeiten sich auch diese
    Weise das Vertrauen der Menschen. Aber was ist denn wenn der eigene Toaster
    wirklich darüber bestimmt, welches Toast er erwärmt? Wenn man das “beste Toast
    der Welt” bekommt, aber per Lizenz festegelegt wurde, welcher Hersteller dieses Brot
    gemacht hat. Doctorow spielt dieses Gedankenspiel, das von der Wirklichkeit nicht mehr
    weit weg ist, auf eine Weise, die selbst einem nicht technischen Menschen klar macht,
    das regularien dringend benötigt werden. “Wie man einen Toaster überlistet” ist definitv
    das Buch, das mir am stärksten die Vorteile von einer freien und quelloffenen Welt
    vor Augen geführt hat. Die Lizenzen und EULA’s deren Inhalt heutzutage die wenigsten
    genau kennen, noch das sie sorgfältig gelesen und verstanden werden haben es zum
    Teil in sich. ohne das es die breite Masse bemerkt.
  3. Die Kunst der Täuschung von Kevin Mitnick
    Tja Kevin Mitnick, mit dem habe ich schon eine ziemlich lange Geschichte.
    Das erste mal habe ich vom “Worlds most wanted Hacker” gehört, kurz nachdem er erwischt wurde bzw. durch das Buch “Data Zone” von Tsutomu Shimomura. Mitnick hatte damals versucht (und geschafft) das er Handy Code von Shimomura erbeuten konnte. War so eine Geschichte für sich, ist aber lange her. In der Zwischenzeit arbeitet Mitnick als Sicherheitsberater u.a. für die US Regierung und ist natürlich immer noch ein excellenter Social Engineer. Genau darum geht es in “Die Kunst der Täuschung” auch. Mitnick erklärt warum in den meisten Fällen der Mensch die Schwachstelle bzw. der Angriffspunkt für einen Hackerangriff ist und wie der Angreifer vorgeht. Das ganze wird mit reichlich beispielen unterfüttert und auf diese Weise sehr verständlich. Natürlich sind ein Teil der Beispiele “sehr amerikanisch”. Das merkt man immer wieder wenn es um Firmenstrukturen geht und um die Infrastruktur. Da sind einfach unterschiede, die man beim lesen schnell feststellt. Der Reflex, diese Angriffe dann aber in den Bereich des unmöglichen zu schieben, dem sollte man widerstehen. Denn die Grundlagen sind universell. So versucht ein Angreifer in vielen Fällen das Opfer zu stressen oder den Hilfereflex der Leute auszunutzen. “Die Kunst der Täuschung” ist nun fast 20 Jahre alt und trotzdem ist vieles von dem was im Buch steht noch aktuell und wird so eingesetzt. Ich denke das allein erklärt den Wert des Buches für jeden der sich über Social Enineering schlau machen will um so seinen Arbeitsplatz zu schützen.

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